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Positano (I)


Foto: Adolf Stoll

Am Krater des Vesuvs im April 1996

 

Im Wellengang!

Am Fels die Welle sich erschlägt –
Zitronenduft Dich weiterträgt -
in Gassen eng mit Stufen steil
bist Du geladen – findest Heil!
Der Blick in’s Meer – bewegt und frei,
erkennt die Weite – ist dabei
mir aufzutun das Wohlbefinden -
den Alltagskram zu überwinden.
Das Zimmer "zehn" am Ende liegt
wo sich Balkon zum Osten biegt
und Ruhe nur am Tag verspricht
wenn die "Tenorschaft" Pizza riecht.
Doch dämmert’s früh am Küstenstreifen -
die Lebenslust wird um sich greifen -
beliebig Weißwein – man verspricht -
er schürt die Lust zum Fischgericht!
So taucht sich mancher Fisch nun ein -
in’s kühle Naß – ganz ohne Pein
und ich erkenn’ in meinem Trieb -
recht umfassend – Tieresliebe!
In diesen Gleichklang der Natur
setzt der Gesang noch eine Spur -
und den Nachtigallen gleich
ertönt ein Lied zum großen Teich -
"O sole mio" – in diesen Gassen
erstrahlt – zerfließt und wird verlassen
und ein vom Chor erkämpfter Hit -
der "Zottelmarsch" bestimmt den Schritt.
So findet an "Gabbianos" Wände
die Musestunde nun das Ende
und "wienerisch" entpuppt – entfacht -
der tiefe Eindruck dieser Nacht.
Doch unruhig wird das Bettgestell -
geschüttelt telepathisch hell -
im unter’n Stock – ich stelle fest
Gedankenstrahl – ein "Mädchennest".
So wird die Ruh eingeengt -
die Stille sich nach Westen zwängt
und letztes Licht erlischt sogar
bei "Amtsperson" und auch Primar.
Es rundet sich der Eindruck tief -
Vesuv – die Richtung in der ich schlief
und wie die Wog’ sich löst in Schaum.
Positano ist ein Teil vom Traum!

Herbert Mahlknecht, 3.5.1996


 
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