Mathis Orgel

Die Mathis-Orgel in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Die Orgel ist das 3. Werk in der 1850 erbauten Pfarrkirche. Sie wurde von der Orgelbaufirma Manfred Mathis & Söhne aus Näfels (CH) erbaut und von Diözesanbischof Dr. Joseph Gargitter am 14. August 1983 feierlich eingeweiht.
Die Orgel bildet in architektonischer Hinsicht das Parallelstück zum Hochaltar. Das imposante 13 Meter hohe Instrument besitzt 38 Register aufgeteilt auf 3 Manuale und Pedal.

Bei der Disposition des Instrumentes wurde weder ein spitzer Neobarockklang, noch ein ausgesprochen südliches Klangbild gewählt, sondern jenes Charakteristikum angestrebt, welches die Sprache des Kirchenraumes zu übernehmen versucht.
Die Orgelfassade ist bezüglich des Werkaufbaues klar gegliedert, die einzelnen Teile, Hauptwerk, Schwellwerk, Oberwerk und Pedalwerk sind optisch erkennbar. zentral plaziert steht das Hauptwerk, welches die raumbeherrschende Schallenergie ungehindert in die Kirche abstrahlen kann. Darüber, optisch im Hintergrund ist das Schwellwerk angesiedelt und oberhalb des Schwellwerkes steht, wie es der Name sagt, das Oberwerk angeordnet. Links und rechts, das Hauptwerk flankierend, sind die Pedaltürme zu sehen. Jedes dieser Werke besitzt im Spieltisch, der in der Mitte des Gehäuseunterbaues angebracht ist, ein eigenes Klavier.

Die drei Manuale umfassen jeweils 56 Tasten in Ebenholz, wobei die Obertasten mit Elfenbein belegt sind. Das Pedal besitzt 30 Tasten in Eichenholz, deren Obertasten wiederum mit Ebenholz beschichtet sind. Die Registerzüge sind als Knöpfe links und rechts der Manuale, die Koppeln – ausgeführt als Tritte zum Einhaken – sowie Ripienotritt und Einführungstritte oberhalb der Pedalklaviatur angeordnet.

Der technische Teil des Werkes ist so einfach wie möglich konstruiert, alle beweglichen Teile, Spieltraktur, Registertraktur und Koppeln werden rein mechanisch gesteuert. Die Gebläseanlage ist mit einem Elektroventilator in schallisoliertem Kasten ausgestattet, welcher mit einer Windstärke von 95 mm WS das Orgelwerk mit Druckluft versorgt.
Die insgesamt 38 Register sind bestückt mit 3.200 Pfeifen, 3.110 aus Metall und 90 aus Holz.
Die größte Pfeife, die „C“ vom Principal 16′ ist  5,5 m lang, der Körper der kleinsten Pfeife misst gerade 8 mm.

Die Disposition der Orgel lässt universelle Spielmöglichkeiten von Orgelliteratur jeder Musikströmung zu, der romantischen ebenso wie der klassischen oder barocken.

DISPOSITION
HAUPTWERK C – g“‘ OBERWERK C – g“‘
1 Borudon 16’ 12 Praestant 8’
2 Principal 8’ 13 Gedackt 8’
3 Hohlflöte 8’ 14 Octave 4’
4 Octave 4’ 15 Rohrflöte 4’
5 Spitzflöte 4’ 16 Octave 2’
6 Octave 2’ 17 Larigot 1’
7 Mixtur 3-4 f. 1’ 18 Sesquialter 2’
8 Cymbel 2-3 f. 2’ 19 Scharf 3-4 f. 1’
9 Cornet 5 f. 8’ 20 Krummhorn 8’
10 Trompete 16’ Tremulant
11 Trompete 8’
SCHWELLWERK C – g“‘ PEDAL C – f‘
21 Rohrgedackt 8’ 31 Principal 16’
22 Gambe 8’ 32 Subbass 16’
23 Unda maris ab c° 8’ 33 Octave 8’
24 Principal 4’ 34 Pommer 8’
25 Traversflöte 4’ 35 Octave 4’
26 Nasat 2 2/3’ 36 Rauschbass 4 f. 2 2/3’
27 Nachthorn 2’ 37 Posaune 16’
28 Terz 1 3/5’ 38 Zinke 8’
29 Mixtur 3-4 f. 2’
30 Oboe 8’
Tremulant
KOPPELN
Oberwerk – Hauptwerk
Schwellwerk – Hauptwerk
Hauptwerk – Pedal
Schwellwerk – Pedal
Ripienotritt wirkend auf die Principalstimmen von Hauptwerk und Pedal
Mechanische Einführungstritte für Trompete 8’ (HW), Posaune 16’ (PED)
und Zinke 8’ (PED)