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Die
Behmann-Orgel anno 1914
Unsere Liebfrauenkirche erlebte seit ihrem
Wiederaufbau nach der Brandkatastrophe vom
23. März 1850 drei Orgelneubauten.
Knapp 60 Jahre nachdem die Gebrüder
Weber aus Oberperfuß bei Innsbruck
ihre 32-registrige Orgel in der Pfarrkirche
errichteten, musste diese in völlig
desolatem Zustand und unter dem Eindruck
der aufkommenden neuen und vielseitigen
technischen Möglichkeiten einem Neubau
weichen.
Im Jahre 1914 wurde sie durch ein elektro-pneumatisches
und 42 Register umfassendes Instrument aus
der Werkstatt des Vorarlberger Orgelbaumeisters
Josef
Behmann ersetzt.
Von der technischen Idee her gesehen, war
das Instrument für damalige Verhältnisse
ein durchaus revolutionäres Werk und
eilte der Zeit weit voraus, ja passte durchaus
auch noch in unser Programmier- und Computerzeitalter
herein, zumal durch elektrische Vorprogrammierung
vielfältige Klangkombinationen möglich
waren. Leider war aber lediglich die technische
Idee das Großartige am Instrument,
während technische Ausführung,
Materialgüte und klangliche Qualität
um so mehr versagten. Somit war die Behmann-Orgel
ein Kind jener unglücklichen Orgelbauperiode,
welche wenig gemeinsam mit der klassischen
Orgelbaukunst hatte.
Immer
wieder notwendige und kostspielige Reparaturen
behoben auftretende Mängel nur auf
Zeit. Orgelbauer, Organisten und namhafte
Orgelexperten wurden zu Rate gezogen. Die
Aussagen waren eindeutig! Somit war ein
Orgelneubau unumgänglich geworden.
Im Oktober des Jahres 1979 wurde der Vertrag
zum Bau einer neuen Orgel mit der Firma
Mathis & Söhne aus Näfels/Schweiz
unterschrieben.
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