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Die
Deckenfresken
von Georg Mader (1824 - 1881)
Der schönste Schmuck künstlerisch
und geistig sind die Fresken des
Tiroler Malers Georg Mader aus Steinach
am Brenner, eines Mitbegründers der
"Glasmalerei" in Innsbruck, von
der auch die Kirchenfenster stammen.
Mader gehörte zur Malerschule der
"Nazarener". Seine Fresken fördern
den einheitlichen Gesamteindruck des Innenraumes.
Sie haben nicht nur einen hohen künstlerischen
und ästhetischen Wert man beachte
den Farbensinn, die Komposition, die gekonnten
Bewegungen, den beseelten Ausdruck der Gesichter
und die schöne Gestaltung der Hände
- , der Zyklus ist darüber hinaus eine
Zusammenschau von Offenbarungswahrheiten.
Mit dem Programm für die Bilderfolge
hat der Wiedererbauer der Stadtpfarrkirche,
Dekan Anton von Klebelsberg, einen geistigen
Wert, eine fortdauernde Predigt hinterlassen.
Er nahm eine alte Überlieferung, die
Verkündigung durch Bilderfolgen, wieder
auf. Man nannte das eine "biblia pauperum"
eine Armenbibel, denn früher konnten
viele nicht lesen und nahmen schauend und
sinnend die Offenbarung auf. Vielleicht
spricht dies auch unsere gehetzte Zeit wieder
an.
Der Zyklus, ein würdig-ernstes Hauptwerk
der tirolischen Romantik, beginnt rückwärts
im Langhaus und endet am Abschlussgewölbe
des Chores. Die Signatur mit der Jahreszahl
1860 bedeutet die Vollendung der Chorbilder.
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