|
Die
heutige Kirche
Erbaut wurde die heutige Pfarrkirche nach
den Plänen des Leiters der k. und k.
Baudirektion in Wien, Hermann von Bergmann
(1816 1886).
Die Westfassade ist von zwei wuchtigen
Spitztürmen flankiert. In der Giebelnische
steht eine 4 m hohe Marmorstatue der Maria
Immaculata, ein Werk des Meraner Bildhauers
Franz Pendl. Darunter sind im Mittelstreifen,
der die Fassade vertikal gliedert, ein kreuzförmiges
Fenster und noch weiter unten ein Rundfenster
mit schöner Glasmalerei ausgespart;
sie lassen Licht in die Empore einfallen.
Über dem Mittelportal ist eine Marmortafel
mit den Buchstaben OAMGD E BVM (Omnia ad
maiorem gloriam Dei et beatae Virginis Mariae
Alles zur größeren Ehre
Gottes und der seligen Jungfrau Maria) angebracht.
Die drei hohen Rundbogentore entsprechen
der dreigeteilten Vorhalle unter der Orgelempore.
Das einschiffige Langhaus ist in seiner
ganzen Breite gewölbt. Es wird durch
drei Gurtbögen und durch Wandpfeiler
in zwei gleich große, rechteckige
Joche gegliedert. Jedes Joch überspannt
ein Kreuzgratgewölbe.
Zum
eingezogenen Chor führen zwei Stufen
hinauf. Den Übergang zum Chor markiert
nach dem ostseitigen Gurtbogen des Langhausgewölbes
ein Triumphbogen, auf den der erste Gurtbogen
des ebenfalls vierteiligen Chorgewölbes
folgt. Dieser Raum hatte ursprünglich
gotische Spitzbogenfenster, stammt er doch
vom Bau Valentin Winklers 1515. Beim Wiederaufbau
nach dem Brand von 1850 wurden die Spitzbögen
im Sinne der romanischen Raumgestaltung
abgerundet. Die Apsis hinter dem Hochaltar
wird von drei Gewölbekappen überfangen.
Den Schub der weiten Wölbung fangen
die Türme und je ein Strebepfeiler
an der Nord- und Südwand des Langhauses
und je einer an der Verengung zwischen Schiff
und Chor auf.
|